Gefährdungsbeurteilung psychische Belastungen

Workshopkonzept „Eine gemeinsame Sprache sprechen“

Der Workshop „Eine gemeinsame Sprache sprechen“ verfolgt die Idee, alle Parteien im Betrieb zu einem offenen Austausch an einen Tisch zu bringen. Die Veranstaltung soll allen Beteiligten den Raum geben, ihre Forderungen, Vorbehalte, Befürchtungen und fachlichen Stellungnahmen einzubringen. Darüber hinaus vermittelt der Workshop in zwei Input ­Phasen Basiswissen zu den Wirkungszusammenhängen von Arbeit und Gesundheit sowie über die grundsätzlichen Möglichkeiten, psychische Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

   

Ziel des Workshops ist es, eine gemeinsame Stellungnahme über das weitere Vorgehen zu erreichen. In der Regel wird am Ende des Workshops eine Arbeitsgruppe benannt, die sich mit der Auswahl und Entwicklung betriebsspezifischer Analyseinstrumente befassen soll und die weiteren Schritte zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung plant. Bei der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe ist darauf zu achten, dass auch leitende Führungskräfte eingebunden sind, die über Entscheidungsbefugnisse verfügen und die inhaltlichen Ergebnisse bis in die Unternehmensleitung transportieren können. 

Workshop Inhalte

Der Workshop gliedert sich in der Regel in acht Schritte:

1. Begrüßung und Einführung in die Thematik:

Die Eröffnung der Veranstaltung und die Begrüßung der Teilnehmer sollte durch den ranghöchsten Vertreter des Unternehmens vorgenommen werden. Dieses Signal ist wichtig, um der Veranstaltung die Wertschätzung der Geschäftsführung auszudrücken.

2. Sammeln erlebter psychischer Belastungen:

Dieser zweite Schritt soll erlebbar machen, dass jeder Beschäftigte des Unternehmens fachkundig über seine eigenen erlebten psychischen Belastungen berichten kann und damit zum „Experten“ für die Veränderung seiner eigenen Situation wird.

3 .Folgen psychischer Belastungen:

In diesem Schritt gilt es herzuleiten, warum die soeben gesammelten Belastungsfaktoren überhaupt etwas mit dem Arbeits-­ und Gesundheitsschutz zu tun haben.

4. Gesetzliche Grundlagen zur Gefährdungsbeurteilung:

Die Kernbotschaft des Vortrages lautet an dieser Stelle, dass es nicht die Frage ist, ob die psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung integriert werden, sondern wie. Es wird die große Chance beschrieben, aufgrund des großen Spielraums, den die gesetzlichen Regelungen lassen, einen eigenen betriebsspezifischen Weg wählen zu können, der allerdings im Konsens der Betriebsparteien erarbeitet werden muss.

5. Erarbeitung von Projektzielen:

Auf der Basis des bisherigen Austausches wird in einer moderierten Diskussion im Plenum zusammengetragen, welche Ziele die Beteiligten mit der Gefährdungsbeurteilung verbinden.

6. Vorstellung von Analysemethoden:

Es werden mögliche Vorgehensweisen und Methoden zur Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastung vorgestellt (Beobachtung/Beobachtungsinterview, Mitarbeiterbefragung, Analyseworkshops).

7. Vom Analyseinstrument zum Projekt:

Auf der Basis erster Diskussionen zur Vorgehensweise wird deutlich gemacht, dass die Planung und Organisation der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung deutlich mehr als die Entscheidung über ein Analyseinstrument umfasst. Allen Workshopteilnehmern wird klar, dass die aufgeworfenen Fragen nicht im aktuellen Workshop zu klären sind, sondern dass eine Regelung gefunden werden muss, wie die Thematik weiter bearbeitet werden soll.

8. Benennung weiterer Schritte:

                       

Am Ende des Workshops sollten eine Arbeitsgruppe eingerichtet und die Entwicklung und Erprobung eines Konzepts verabredet werden.

Workshopinhalte zum ausdrucken
WS_PGaA_GB.pdf (387.26KB)
Workshopinhalte zum ausdrucken
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